Was bedeutet eigentlich kiternelle?
Die Idee der kiternelle ist eine Zusammensetzung aus dem deutschen Wort Kita und dem französischen Wort maternelle, die jeweils die ersten  frühkindlichen Bildungseinrichtungen der beiden Länder bezeichnen.
Mit dieser Wortschöpfung verbindet sich ein integratives Erziehungskonzept auf zwei Ebenen. Einerseits soll die kiternelle den Kindern ein Umfeld bieten, in dem sie ihre Zweisprachigkeit außerhalb der eigenen Familie, in einer anderen sozialen Umgebung und zusammen mit anderen zweisprachigen Kindern erleben und weiterentwickeln können. Nicht nur der Umfang des sprachlichen Inputs sondern auch die kindliche Motivation und die positive Bewertung beider Sprachen im gesellschaftlichen Umfeld sind entscheidende Faktoren auf dem Weg zu einer gelungenen Zweisprachigkeit. Die Kita ermöglicht aber auch einsprachigen deutschen Familien, ihren Kindern während des Mutterspracherwerbs bereits die Chance auf das Erlernen einer Fremdsprache zu geben.
Die andere Ebene des Konzepts kiternelle betrifft das deutsche und das französische Modell frühkindlicher Erziehung. Von dem, was in den beiden Ländern auf so unterschiedliche Weise institutionalisiert und manchmal eingestaubt ist,
soll in der Kita Domino das Beste miteinander kombiniert werden. Für die zweisprachigen Familien entsteht so ein Gleichgewicht zwischen dem Erziehungsalltag in der Familie und dem in der Kita. Für die einsprachigen Familien eröffnet sich auf diese Weise spielerisch eine andere Perspektive auf Erziehung und der Kontakt mit der französischen Lebensweise. Allen Kindern wird gelebte sprachliche und kulturelle Vielfalt  als etwas Positives vermittelt.

Für die Domino-Kinder bedeutet kiternelle konkret die Integration zweier Konzepte: einerseits die Methoden und Inhalte der maternelle,
die auf spielerische Art und Weise die Lernfreude der Kinder ins Zentrum stellt, sie weckt und fördert, und andererseits die ganzheitlich die körperliche, sinnliche und geistige Entwicklung des Kindes zusammennehmende Methode der deutschen Kindergärten und Kitas.
Die Kinder sind bei Domino während des Vormittagsprogramms in zwei kleingemischte Gruppen geteilt, die Kleinen und die Großen. Es werden dementsprechend altersgemäße Aktivitäten angeboten.
Bei den Kleinen (1-3 Jahre) setzt sich das Programm sowohl aus Spielen mit den fünf Sinnen (Spielen und Basteln mit verschiedenen Materialien und Texturen, Farben erkennen, Füllen und Leeren, etc.) als auch aus motorischen Spielen (Entdeckung des eigenen Körpers und desjenigen des Anderen) zusammen. Es werden die kommunikativen Fähigkeiten durch Erzählen und Zuhören gefördert. Die Kinder werden sowohl zur Selbständigkeit als auch zur Hilfsbereitschaft angeregt. Jede Aktivität wird in einer kleineren Gruppe von 6-7 Kindern abwechselnd jeweils von einer Erzieherin in ihrer Muttersprache durchgeführt.
Bei den Großen (3-6 Jahre) werden die Kinder genauso entsprechend ihrem Entwicklungsstadium (nicht strikt nach dem Alter) in zwei kleinere Gruppen unterteilt. Bei den angebotenen Aktivitäten geht es einerseits um die Schriftentdeckung durch graphische oder grobmotorische Übungen sowie um die Einführung in die mathematische Logik durch Spiele mit Mengen, Kombinationen, Größen und Vergleichen. Andererseits werden die Kinder durch gezielte Gesellschaftsspiele, Rollenspiele und Bewegungsspiele zur Entdeckung ihrer Umgebung und sich selbst angeregt und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Die Dominos gehen möglichst jeden Tag einmal nach draußen. Nach dem Gouter im Anschluss an den Mittagsschlaf werden die Kinder zum Freispielen in großgemischten Gruppen zusammengebracht.

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